Bestellerprinzip Immobilienverkauf


Seit 2016 besteht das Bestellerprinzip für die Vermietung von Immobilien: Der Auftraggeber eines Maklers muss die Kosten für den Makler tragen und darf diese nicht an potentielle Mieter übertragen - Ausnahme: der zukünftige Mieter gibt dem Makler einen Suchauftrag. Dieser darf dem Kunden dann aber keine Wohnung aus seinem Bestand anbieten, sondern muss für ihn eine neue Wohnung auf dem Markt suchen.

Nun wird seit einiger Zeit das Bestellerprinzip auch für den Immobilienverkauf diskutiert. Die SPD möchte das Bestellerprinzip für den Immobilienkauf einführen. Justizminister Heiko Maaß von der SPD wurde am 20.01.2017 in der Immobilien Zeitung zitiert: „Wer eine Leistung bestellt, muss sie bezahlen. Das ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft. Das sollte langfristig auch für den Wohnungskauf die Regel werden.“

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IVV) können sich trotz der niedrigen Zinsen nur 45 Prozent der Deutschen eine Immobilie leisten. Dies wird unter anderem auf die hohen Maklerprovisionen zurückgeführt. In den Niederlanden, in denen das Bestellerprinzip schon seit einigen Jahren gilt, liegen die Maklerprovisionen zwischen einem und zwei Prozent. Sollte das Bestellerprinzip auch bei uns kommen, werden zwangsläufig auch die Provisionen für Makler sinken.