Zinsentwicklung für Immobilienkredite


Die Zinsen für Immobilienkredite steigen langsam an. Zur Zeit sind sie noch niedrig, die amerikanische Notenbank hat den Leitzins aber schon Anfang März angezogen und die Inflation steigt in ganz Europa. Die Wahrscheinlichkeit steigender Zinsen auch in Deutschland nimmt dadurch langsam zu.

Immobilieneigentümer versuchen vermehrt dieses Risiko mit sogenannten Forward-Darlehen zu senken. Ein mögliches Anschlussdarlehen würde bei steigenden Zinsen ansonsten deutlich teurer werden. Im Februar gab es laut dem Kreditvermittler Dr. Klein ein Rekord an Forward-Darlehensabschlüssen.

Nach der Finanzkrise haben viele Menschen in Immobilien investiert, deren Kredite in wenigen Jahren auslaufen. Die Beschäftigung mit der Anschlussfinanzierung scheint aktuell. Mit Forward-Darlehen lassen sich heute Zinsen für in bis zu 66 Monaten sichern. Diese Kreditzusagen werden mit einem Zinsaufschlag vergütet: 36 Monate vorzeitige Zinssicherung kosten circa 0,58 Prozentpunkte. Je kürzer der Kreditfinanzierungszeitraum desto geringer der Zinsaufschlag. Sollten die Zinsen bis dahin massiv steigen, könnte sich diese Sicherung lohnen. Eine Vorhersage lässt sich aber nicht machen.

Abgeschlossen werden können diese Darlehen bei jeder Bank und ist nicht an der aktuell kreditgebenden Bank gebunden. Werbeaktionen von Banken mit kostenlosen Forward-Aufschlägen sollten genau geprüft werden, da oft höhere Zinsenkonditionen verlangt werden - das lohnt sich nicht immer. Zusätzlich kann eine Neubewertung der Immobilie hierbei vorteilhaft sein. Des Weiteren sollte die Möglichkeit zu Sondertilgungen beachtet werden.

Wer 2009 eine Immobilie gekauft hat, hat circa vier Prozent Zinsen vereinbart. Langjähriger Schnitt waren circa sechs Prozent. In der aktuellen Niedrigzinsphase von 1,5 Prozent und weniger dürfte die Zahl der Forward-Kredite auch in Zukunft noch steigen.