Mietanstieg Hamburger Wohnungsmarkt

Seit 1986 führt das Gymnasium Ohmoor in Niendorf eine jährliche Studie zum Hamburger Wohnungsmarkt und der Entwicklung von Mietpreisen durch. Jedes Jahr steigen nach den Untersuchungen der Schüler die Mietpreise für Neuvermietungen auf dem freien Markt.

Die durchschnittliche Neuvertragsmiete pro Quadratmeter Wohnung liegt bei 12,68 Euro in 2017. Dies ist zum Vorjahr ein Anstieg von 1,8 Prozent. Im Vergleich zu fünf bis sieben Prozent in den Vorjahren stellt dies einen milden Anstieg dar.

Die Schüler der Schule werteten dabei die Immobilienportale im Internet aus, die nur die privaten Wohnungsangebote auf dem Markt abbilden. Eine andere Studie der privaten Immobilienwirtschaft kam somit auf etwas geringere Durchschnittsmieten. Die Tendenz der letzten Jahre ist aber gleich: die Mieten steigen seit Jahren an. Besonders stark stiegen diese in den Stadtteilen Fuhlsbüttel, Steilshoop und Hohenfelde.

Die immer wieder neu aufgelegte Studie der Schule zeigt, dass die durchschnittlichen Mietpreise bei Neubezug oder Mieterwechseln in Hamburg sich innerhalb von zehn Jahren um rund 50% erhöht haben. Vereinsvorsitzender des Mieterverein zu Hamburg Siegmund Chychla sagte: „Die Mieten sind somit dreimal so schnell gestiegen wie die allgemeinen Lebenshaltungskosten.“

Es ist dennoch kein Zwang, dass die Mieten in Hamburg kontinuierlich steigen müssen: Im langfristigen Vergleich sind die Mieten in den Jahren 2002 bis 2006 durchschnittlich gesunken. Es bleibt also abzuwarten, was die Zukunft bringt.