Das geplante Baukindergeld 2017


Die SPD und die CDU möchten nach der Bundestagswahl wieder ein Baukindergeld einführen: Bis Ende 2005 wurde vom Staat eine Eigenheimzulage und zusätzliche Kinderzulage beim Kauf einer Immobilie gezahlt. Wurde die Wohnung vor dem 1. Januar 2004 angeschafft oder hergestellt, betrug die Eigenheimzulage jährlich 5 % der Herstellungskosten der Wohnung, höchstens 2.556 € für Neubauten bzw. 2,5 % der Anschaffungskosten der Wohnung, höchstens 1.278 € für Altbauten, in beiden Fällen zuzüglich 767 € für jedes Kind.

Nun soll das Baukindergeld neu aufgelegt werden. Dazu gibt es auch schon genauere Daten: Die SPD möchte Familien mit einem Einkommen von bis zu 70.000 Euro/Jahr beim Kauf einer Immobilie fördern. Gefördert werden sollen ab 2017 Familien mit einem Kind mit 8.000 Euro sowie jeweils 6.000 Euro für jedes zusätzliche Kind bis höchstens drei Kindern.

Die CDU denkt, laut Armin Laschet beim CDU-Parteitag, ab 2017 an eine zukünftige Jahreszahlung von 800 Euro je Kind. Gezahlt werden soll das Geld auch außerhalb der Ballungsräume.

Krititk am Baukindergeld ist nicht unbegründet. Die höhere Nachfrage aufgrund der Förderung würde die Immobilienpreise in Ballungsgebieten zusätzlich ansteigen lassen. Das sehr niedrige Zinsniveau und die zusätzliche Förderung geben zudem einkommensschwachen Familien die Möglichkeit eine Immobilie zu erwerben, die bei steigenden Zinsniveau verstärkt in Schwierigkeiten kommen können. Und als weiterer Punkt steht das neue Kreditvergabegesetz, das den Verbraucher vor einer drohenden Immobilienblase schützen soll, im Widerspruch zum geplanten Baukindergeld.


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